Beim Verwaltungsstandort Am Hoppenhof 33 in Paderborn handelt es sich um eine der beiden zentralen Säulen der Paderborner Stadtverwaltung – und aus Sicht der UHRIG Gruppe um ein ganz besonderes Leuchtturmprojekt, da hier direkt unsere Technologie zum Einsatz kommt!
Der Gebäudekomplex (ehemalige Nixdorf-/Siemens-Immobilie) mit markanten vier Verwaltungstürmen und rund 26.700 qm Bruttogeschossfläche wurde 2016 von der Stadt Paderborn erworben und modernisiert.
Am Hoppenhof vollzieht Paderborn einen echten Meilenstein seiner kommunalen Wärmewende: Wo bislang groß dimensionierte Gaskessel für die Wärmeversorgung der vier Bürotürme sorgten, wird die Liegenschaft auf klimaneutrale Abwasserwärme umgestellt.
Das Gebäudemanagement Paderborn (GMP) und der Stadtentwässerungsbetrieb Paderborn (STEB) haben hierfür eine Anlage realisiert, bei der unsere firmeneigene Technik das Herzstück bildet:
- Wärmequelle: Erschlossen wird der städtische Hauptschmutzwassersammler direkt unter der benachbarten Münsterstraße. In diesem Sammler fließt kontinuierlich Abwasser aus weiten Teilen des Stadtgebiets zur Kläranlage nach Sande. Selbst bei eisigen Außentemperaturen im Winter fällt die Abwassertemperatur dort praktisch nie unter 10°C (im Sommer steigt sie auf bis zu 18° bis 19∘ C).
- Unser UHRIG Therm-Liner: Auf der Kanalsohle wurde über eine gesamte Kanalhaltung hinweg auf einer Länge von 126 Metern unser patentierter, maßgefertigter Therm-Liner-Wärmetauscher aus V4A-Edelstahl installiert. Geplant sind 600 kW Wärmeleistung sowie 861 kW thermische Kühlleistung vor der Wärmepumpe.
- Systemaufbau: Die Edelstahlmodule sind mit einem Wasser-Glykol-Gemisch als Trägermedium gefüllt. Über neu verlegte Vor- und Rücklaufleitungen unter der Münsterstraße hindurch wird die gewonnene Umweltwärme zur Heizzentrale mit Großwärmepumpen am Hoppenhof transportiert.
Nach Verlegung der Medienleitungen und Installation der Heizzentrale am Verwaltungsgebäude geht die Anlage in den Vollbetrieb über, sodass die vier Verwaltungstürme zur Heizperiode 2027/28 vollständig fossilfrei temperiert werden.
Das Vorhaben am Hoppenhof gilt stadtweit als Vorzeigebeispiel für die Paderborner Klimastrategie 2035 und belegt eindrucksvoll, wie minimalinvasiv und hocheffizient bestehende Kanalnetze zur urbanen Dekarbonisierung beitragen können!
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